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Termine & News
neue Richtlinien (pdf) QESplus

02.09.2010

Modellrevision 03 (pdf)

06.01.2011

Netzwerktreffen
"QESplus"

13.03.2012, 10:00-15:00 Uhr, SEAK Dresden

18.06.2012, 10:00-15:00 Uhr, LEB Brand-Erbisdorf

24.09.2012, 10:00-15:00 Uhr, Bischof-Benno-Haus Schmochtitz

13.12.2012, 10:00-15:00 Uhr, VHS Leipzig

Der Qualitätsbegriff bei QESplus

Dem Modell QESplus liegt ein mehrdimensionaler Qualitätsbegriff zu Grunde. Er bezieht sich auf die strukturelle Unterscheidung zwischen Einrichtungs- und Dienstleistungsebene, die Gestaltung von Arbeitsprozessen nach dem Qualitätsentwicklungskreis und schließlich dem demokratischen Ansatz des Modells, der die Beteiligung von Mitarbeitern und Teilnehmenden/Auftraggebern besonders betont.

Qualität der Dienstleistung

liegt dann vor, wenn weiterbildnerische Tätigkeiten

  • bedarfs-, bedürfnis- und lernergerecht erfolgen (Aspekt der Potenzialdimension von Qualität),
  • Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe stattfinden (Bildungsaspekt) und
  • erfolgreiches Lernen ermöglichen und bewirken (Aspekt der Lernermöglichung und Selbststeuerung).

Das schließt zwingend die Beteiligung der Lernenden ein. Beteiligung ist durch die didaktisch-methodische Gestaltung zu sichern (unter Nutzung aktivierender Lehr-Lern-Formen, wie sie nach dem aktuellen erwachsenenpädagogischen Erkenntnisstand zur Verfügung stehen), aber auch durch Einbeziehung in Vorgänge der Zielgruppen- und Bedarfsanalyse sowie Programmplanung.

Qualität der Einrichtung

liegt dann vor, wenn die Tätigkeiten, Prozesse und Strukturen auf einem solchen Niveau gestaltet werden, dass die angestrebte Qualität der Dienstleistung – gerichtet auf alle drei o. g. Aspekte – gesichert ist. Dazu gehört auch die Einbeziehung ökonomischer Sachverhalte und Kriterien, insbesondere Kosten-/Leistungsrechnung, die Berücksichtigung des Aufwand-Nutzen-Verhältnisses und des Verhältnisses zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung.

Dieses Qualitätsverständnis weitet den Blick für unterschiedliche Handlungsebenen in der Weiterbildung (z. B. Planung, Gestaltung und Evaluation) und lässt keine Verkürzung auf den Akteur „Lernender“ zu, sondern bezieht Bildungsverantwortliche (als Auftraggeber, Interessenten, Förderer, „Abnehmer“ und vor allem auch pädagogisch Gestaltende) umfassend ein. Zugleich rückt es den Sinn von Erwachsenenbildung wieder in ein zentrales Feld und betrachtet Lernen als einen Weg zu Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftlicher Teil-habe. So „misst“ sich folgerichtig Qualität von Bildungsdienstleistungen z. B. daran,

  • ob die Dienstleistung auf einen nachprüfbaren Bedarf/festgestellte Bedürfnisse gerichtet ist
  • ob die Professionalität der Weiterbildner nachweisbar erwachsenenpädagogischen Anforderungen entspricht (z. B. durch Qualifikation oder beobachtete erfolgreiche Tätigkeit)
  • ob Qualifikationsentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung verbunden werden
  • ob teilnehmerorientiert und situationsorientiert Lernen ermöglicht und Selbststeuerung unterstützt wird.

Weitere Anregungen zum Qualitätsverständnis finden Sie in der Umsetzungshilfe.

Quelle:
Wiesner, G./ Knoll, J. u.a. (2004). QESplus Testierungsfähiges Qualitätsentwicklungssystem für Weiterbildungseinrichtungen. Leipzig